Karibik - Afrika Mix
Alle Winter wieder zieht es uns in die weitere Ferne mit etwas mehr Wärme! Im Speziellen ist es diesmal den nervigen, heftigen Stürmen auf Sizilien geschuldet. Sie dauerten gefühlt bereits eh zu lange und während unserem Curaçao-Aufenthalt waren die extremen Wetterverhältnisse mit Regen und Sturm ganz zum Vergessen. Da waren wir froh telefonisch in Erfahrung bringen zu können, dass es unserem CaRiBa2 an seinem Standort in Sferracavallo gut geht. Alles richtig gemacht mit dem gewählten Zeitfenster, so sieht’s aus.
Das uns völlig unbekannte Curaçao in den niederländischen Antillen in der Karibik, hat unsere TemperaturVorstellungen beinahe zu stark übertroffen. Denn nicht nur die überwiegend schwarzen Menschen hier, auch die Charakteristik auf der Insel insgesamt erinnern uns eher an Afrika denn an die Karibik. Zeugen der einstigen Kolonialzeit sind etwa die farbenfrohen Häuserfassaden und die Quartiere in Willemstad, dem Hauptort des überschaubaren Inselstaates. Die hauptsächlich dunkelhäutigen Bewohner lassen klar auf die frühere Sklavenzeit schliessen. Leider ein düsteres Kapitel in der holländischen Geschichte. Heute ist Curaçao ein selbständiges Bundesland des Königreichs der Niederlande, weshalb auch viele Oranjes hier ihr Zuhause haben. Neben Holländisch und Englisch ist Papiamentu die Alltagssprache der Einheimischen. Es handelt sich dabei um eine Kreolsprache mit Einflüssen aus dem Portugiesischen, Spanischen, Niederländischen und verschiedenen afrikanischen Sprachen. Als Amtssprache gelten alle Drei.
Das Autofahren ist so eine Geschichte für sich und könnte schnell zum Erlebnis werden. Etwa 30% der VerkehrsteilnehmerInnen sind ohne Führerschein und unversichert am Steuer, was wir allerdings erst kurz vor Abreise erfahren oder bestätigt bekommen. Denn unsere Vermutung ging beim Unterwegssein mit dem Mietfahrzeug ziemlich rasch in diese Richtung….. Die ungewöhnliche Erklärung bei Übernahme des Mietwagens ist deshalb absolut nachvollziehbar. Im Falle eines Unfalles auf Curaçao MUSS ausdrücklich die EINE (Forensys) TelefonNummer angerufen werden und: Fahrzeuge nicht bewegen und warten auf die Forensys - ungeachtet ob mitten auf einer grossen Kreuzung. Dass dem tatsächlich so ist, davon konnten wir uns mehr als einmal überzeugen. Sei es im Sinne von Slalom fahren auf der Kreuzung oder die halbe InselLänge im Stau stehen! Dagegen hat niemand davor gewarnt, dass man auch auf die Leguane achten muss, die die Strasse öfter als vermutet überqueren! Aufs iPhone hat’s leider keiner von ihnen geschafft….
Unseren Aufenthalt haben wir bei Halbzeit für ein verlängertes Wochenende in PanamaCity unterbrochen. Nur dummerweise war auch dort KarnevalZeit und deshalb ebenso viel zu viel los - just wie auf Curaçao….. Dafür haben wir u.a. zumindest die beeindruckende MIRAFLORES Schleuse des PanamaKanals zu Gesicht bekommen.
Wieder “zu Hause” befinden wir uns vollumfänglich im FrühlingsAnfang bei stabilem, Sonnenwetter, mitten in der turbulenten, sizilianischen Italinatà.
Jetzt ist meine Schreibwut erschöpft - wann sie mich das nächste Mal befällt bleibt unklar😂
